Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Dirk de Pol, 22. Februar 2022

Krankheiten

Die Augenkrankheit AMD ist weit verbreitet und hauptverantwortlich für schwerwiegende Einschränkungen des Sehvermögens, bis hin zum Verlust bei älteren Menschen über 60 Jahren. AMD beschädigt die Makula, einen kleinen Fleck in der Nähe des Zentrums der Netzhaut, dem Bereich des Auges, der scharfes und konzentriertes Sehen nach Geradeaus ermöglicht.

Symptome der AMD?

In einigen Fällen schreitet die AMD so langsam voran, dass die Betroffenen noch lange in der Lage sind, zu sehen. Bei anderen Patienten geht es schneller und verursacht eine Abnahme des Sehvermögens in einem oder auch beiden Augen. Zunächst zeigt sich die AMD dadurch, dass die Betroffenen einen verschwommenen Bereich in der Nähe des Sehzentrums wahrnehmen. Dieser wird unter Umständen immer größer im Laufe der Zeit oder es bilden sich Flecken in der Mitte des Auges. Auch die Sehstärke nimmt eventuell ab und Dinge im Alltag sind nicht mehr klar zu erkennen.

Die AMD selbst führt nicht zur völligen Erblindung, d. h. zur Unfähigkeit zu sehen. Der Verlust des zentralen Sehvermögens bei AMD kann jedoch einfache alltägliche Aktivitäten beeinträchtigen, wie z. B. die Fähigkeit, Gesichter zu erkennen, Auto zu fahren, zu lesen, zu schreiben oder Arbeiten im Nahbereich zu verrichten, wie z. B. zu kochen oder Dinge im Haus zu reparieren.

Wer ist gefährdet?

Das Alter ist ein wichtiger Risikofaktor für AMD. Die Krankheit tritt am ehesten nach dem 60. Lebensjahr auf, kann aber auch früher auftreten. Weitere Risikofaktoren für AMD sind:

  • Die Forschung zeigt, dass Rauchen das Risiko einer AMD verdoppelt.
  • Ethnische Herkunft. AMD ist bei Kaukasiern häufiger anzutreffen als bei Afrikanern, Europäern oder Latinos.
  • Familiengeschichte und Genetik. Menschen, in deren Familie AMD vorkommt, haben ein höheres Risiko. Bei der letzten Zählung hatten die Forscher fast 20 Gene identifiziert, die das Risiko für die Entwicklung von AMD beeinflussen können. Es werden noch viele weitere genetische Risikofaktoren vermutet.

Macht der Lebensstil einen Unterschied?

Forscher haben einen Zusammenhang zwischen AMD und bestimmten Lebensgewohnheiten, wie etwa dem Rauchen, festgestellt. Eventuell können Sie Ihr AMD-Risiko verringern oder das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen, indem Sie Folgendes beachten.

  • Eine gesunde Ernährung mit viel grünem Blattgemüse und Fisch.
  • Rauchen Sie nicht.
  • Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks und Cholesterinspiegels.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht.
  • Treiben Sie Sport.

Der Beitrag basiert u.a. auf Informationen von MedlinePlus.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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