Wie sich das alternde Gehirn auf das Denken auswirkt

Valudis Redaktion, 14. März 2022

Leben

Das Gehirn steuert viele Aspekte des Denkens, Erinnern, Planen und Organisieren, Entscheidungen treffen und vieles mehr. Diese kognitiven Fähigkeiten beeinflussen, wie gut wir alltägliche Aufgaben erledigen und ob wir unabhängig leben können.

Grundlagen

Einige Veränderungen im Denken sind mit zunehmendem Alter üblich. Zum Beispiel erleben ältere Erwachsene:

  • Langsameres Finden von Wörtern und Erinnern von Namen
  • Sie finden, dass sie mehr Probleme mit Multitasking haben
  • Leichte Beeinträchtigung der Aufmerksamkeitsfähigkeit

Das Älterwerden kann auch positive kognitive Veränderungen mit sich bringen. So haben viele Studien gezeigt, dass ältere Erwachsene über einen umfangreicheren Wortschatz und ein größeres Wissen über die Bedeutungstiefe von Wörtern verfügen als jüngere Erwachsene. Ältere Erwachsene können auch aus einem lebenslang angesammelten Wissen und Erfahrungen lernen. Ob und wie ältere Erwachsene dieses angesammelte Wissen anwenden und wie sich das Gehirn dadurch verändert, ist ein Bereich, der von Forschern aktiv untersucht wird.

Aktiv im Alter

Trotz der altersbedingten kognitiven Veränderungen können ältere Erwachsene immer noch viele der Dinge tun, die sie ihr ganzes Leben lang genossen haben. Die Forschung zeigt, dass ältere Erwachsene noch immer viele Dinge können:

  • Neue Fähigkeiten erlernen
  • Neue Erinnerungen bilden
  • Verbesserung von Wortschatz und Sprachkenntnissen

Veränderungen im alternden Gehirn

Mit zunehmendem Alter treten in allen Teilen des Körpers Veränderungen auf, auch im Gehirn.

  • Bestimmte Teile des Gehirns schrumpfen, insbesondere diejenigen, die für das Lernen und andere komplexe geistige Aktivitäten wichtig sind.
  • In bestimmten Hirnregionen ist die Kommunikation zwischen Neuronen (Nervenzellen) möglicherweise nicht so effektiv.
  • Die Durchblutung des Gehirns kann abnehmen.
  • Entzündungen, die auftreten, wenn der Körper auf eine Verletzung oder Krankheit reagiert, können zunehmen.

Diese Veränderungen des Gehirns können die geistigen Funktionen beeinträchtigen, selbst bei gesunden älteren Menschen. Einige ältere Erwachsene stellen zum Beispiel fest, dass sie bei komplexen Gedächtnis- oder Lerntests nicht so gut abschneiden wie jüngere Menschen. Wenn man ihnen jedoch genügend Zeit gibt, eine neue Aufgabe zu lernen, schneiden sie in der Regel genauso gut ab. Dass wir diese zusätzliche Zeit brauchen, ist normal, wenn wir älter werden. Es gibt immer mehr Belege dafür, dass das Gehirn die Fähigkeit behält, sich zu verändern und anzupassen, so dass die Menschen im Alter neue Herausforderungen und Aufgaben bewältigen können.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich Sorgen über Veränderungen in Ihrem Denken und Gedächtnis machen. Er oder sie kann Ihnen helfen festzustellen, ob die Veränderungen in Ihrem Denken und Gedächtnis normal sind oder ob es sich um etwas anderes handeln könnte. Es gibt Dinge, die Sie tun können, um Ihre körperliche Gesundheit zu erhalten und die auch Ihrer kognitiven Gesundheit zugute kommen können.

Der Beitrag basiert u.a. auf Informationen von MedlinePlus.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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