Yogische Atmung für bessere Gesundheit

Valudis Redaktion, 16. Januar 2020

Was ist Yoga?

Swami Kuvalyanand sagte einmal: „Yoga hat eine Botschaft für den menschlichen Körper, für den menschlichen Geist und die menschliche Seele.“

Das ist eine Binsenweisheit, denn ein gesunder Körper ist die wichtigste Voraussetzung für Erfolg und Glück im Leben. Die Menschen sind immer mehr davon überzeugt, dass Yoga in der heutigen stressigen Zeit für Gesundheit, Zufriedenheit und Glück sorgt und nicht nur ein Übungsprogramm ist.

In diesem Artikel werden wir Anuloma-Viloma (alternierende Atmung) Pranayama besprechen. Pranayama bedeutet einfach die richtige ‚Verwaltung‘ der Vitalkraft – Prana. Obwohl das Grundprinzip das gleiche bleibt, wurden viele verschiedene Arten von Pranayama entwickelt, jede mit ihrer eigenen, einzigartigen Technik. Anuloma-Viloma oder nadi shuddhi pranayama (nervenreinigendes Pranayama) ist eine solche Art und wird als eine der Grundformen angesehen.

Die Praxis von Anuloma Viloma ist so etwas wie die Truppe, die den Verkehr auf den Straßen regelt, sich um deren Sauberkeit, Verschönerung usw. kümmert und den Verkehr reibungslos und effizient in Gang hält. Die Methode beinhaltet das Einatmen (pooraka) durch ein Nasenloch und umgekehrt. Daher hat dieses Pranayama den Namen Anuloma viloma, d.h. Wechselatmung.

Um dies zu praktizieren, muss man in einer der yogischen Sitzhaltungen sitzen. Zu Beginn wird die normale Atmung mit Moola Bandha (d.h. bequeme Analkontraktion) fortgesetzt. Halten Sie ein stabiles Moola Bandha, atmen Sie ein und aus. Achten Sie darauf, dass sich das Moola-Bandha dabei nicht lockert. Zwischen Ein- und Ausatmen eine kurze Pause einlegen und ausatmen. Atmen Sie tief durch das linke Nasenloch ein und durch das rechte aus; dann atmen Sie durch das rechte ein und durch das linke aus. Atmen Sie auf diese Weise, d.h. abwechselnd aus dem linken und rechten Nasenloch, eine bis drei Minuten weiter.

Nachdem Sie auf diese Weise ein Komfortniveau erreicht haben, können Sie zur nächsten Stufe übergehen. Schließen Sie das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen und halten Sie die anderen vier Finger zusammen. Atmen Sie nun langsam und gleichmäßig durch das linke Nasenloch ein. Wiederholen Sie dies mit dem anderen Nasenloch. Während des Einatmens heben Sie die Schultern an und dehnen den Brustkorb, indem Sie die Rippen nach oben ziehen. Die untere Bauchregion muss jedoch festgehalten werden.

Vorteile: Die Atemwege werden gereinigt und man wird so gut auf die Praxis anderer Pranayamas vorbereitet. Die Atmung wird leicht und reguliert. Der Geist wird rhythmisch und der Herzschlag wird rhythmisch. Auch die Konzentration, das Gedächtnis und andere mentale Fähigkeiten werden verbessert.

Kontraindikationen: Starke Bauchschmerzen, Schwellungen aufgrund von Blinddarmentzündung, Vergrößerung der Leber, sehr empfindliche Därme oder Eingeweide, Störungen der Lunge, schwere Halsentzündungen, Wachstum in der Nase (Polypen) oder Blockierung der Nasenpassage aufgrund von Erkältung, etc.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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