Vorgefallene Hämorrhoiden

Valudis Redaktion, 22. Januar 2020

Gesundheit

Hämorrhoiden sind geschwollene und vergrößerte Analvenen. Sie treten aufgrund zahlreicher Ursachen auf, wie z.B. zu langes Sitzen auf der Toilette, Überanstrengung beim Stuhlgang, und sie werden manchmal durch die Belastung und das Übergewicht eines Fötus während der Schwangerschaft verursacht.

Es gibt innere Hämorrhoiden und äussere, oder prolabierte Hämorrhoiden. Innere Hämorrhoiden treten hoch oben im Enddarm auf, und im Allgemeinen ist das einzige Symptom, das Sie bemerken werden, etwas hellrotes Blut auf dem Stuhl oder in der Toilette. Wenn sie prolabieren, können sie problematisch werden.

Manche Hämorrhoiden wölben sich erst beim Stuhlgang aus und gehen spontan in den Enddarm zurück. Manche Hämorrhoiden prolabieren beim Stuhlgang und können in den Enddarm zurückgeschoben werden. Ein Hämorrhoidenvorfall, der sich nicht in den Enddarm zurückschieben lässt, kann eine Operation erfordern. Diese schweren Hämorrhoiden können auch mit Husten und Niesen prolabieren. Sie können auch einen chronischen schleimartigen Ausfluss haben.

Wenn Sie Glück haben und fleißig sind, können Sie einige Hämorrhoiden mit einer Operation behandeln. Die erste Empfehlung ist, die Ballaststoffe in Ihrer Ernährung zu erhöhen. Dies kann leicht durch die tägliche Einnahme einer Ballaststoffergänzung geschehen. Erhöhen Sie Ihre Wasseraufnahme, um Ihren Stuhl weich zu halten. Nehmen Sie einen Stuhlerweichmacher ein und folgen Sie dabei den Empfehlungen des Herstellers. Verwenden Sie zum Abwischen kein Toilettenpapier, sondern einen mit Hexendunst vorbefeuchteten Wattebausch oder ein Wattepad. Sie können vorbefeuchtete Polster in Ihrer örtlichen Apotheke kaufen. Für den Juckreiz können Sie eines der zahlreichen rezeptfreien Hämorrhoidalpräparate verwenden.

Wenn die oben genannten Empfehlungen nicht helfen, kann Ihr Arzt eine Hämorrhoidenoperation empfehlen. Kleine Hämorrhoiden können „gebändert“ werden. Dabei wird ein Gummiband um die Basis der Hämorrhoiden gelegt. Dieses Band stoppt die Blutzirkulation, die die Hämorrhoiden ernährt. Die Hämorrhoiden schrumpfen und verkümmern. Einige Chirurgen behandeln Hämorrhoiden mit Sklerosierungsmitteln, die dasselbe bewirken wie ein Band.

Die Laserkoagulation kann durchgeführt werden. Bei der Laserkoagulation wird über eine Sonde ein kleiner elektrischer Strom an die Hämorrhoiden angelegt. Dieser elektrische Strom bewirkt, dass der Blutfluss zur Hämorrhoide zum Stillstand kommt, wodurch diese verdorrt.

Bei größeren Hämorrhoiden wird eine operative Entfernung durchgeführt, meist in Lokal- oder Spinalanästhesie. Nach der Entfernung der Hämorrhoiden wird eine Mullpackung verwendet, um die Blutung zu reduzieren. Im Allgemeinen gibt es nach dieser Operation eine 4-5tägige „Ausfallzeit“.

Jede rektale Blutung sollte von Ihrem Arzt kontrolliert werden.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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