Schwangerschaft und Zöliakie

Schwangerschaft und Zöliakie

Ein Beitrag der Valudis Redaktion vom 19. März 2020

Ernährung, Schwangerschaft

Wenn Sie an Zöliakie leiden und gut kontrolliert werden, weil Sie sich streng an eine glutenfreie Ernährung halten, ist die Wahrscheinlichkeit einer gesunden Schwangerschaft und eines gesunden Babys genauso hoch wie bei jedem anderen Menschen, der keine Zöliakie hat.

Diejenigen, die an Zöliakie leiden und sich nicht völlig glutenfrei ernähren, haben ein erhöhtes Risiko für Probleme für sich und ihr Baby.

Die Schwangerschaft stellt eine hohe Anforderung an den Körper dar; die Mutter benötigt nicht nur eine gute Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen, um ihre Gesundheit zu erhalten, sondern auch, um die Entwicklung des Babys zu unterstützen. Dazu muss sie sich gut und ausgewogen glutenfrei ernähren. Besonders wichtig sind Nahrungsmittel, die reich an Folsäure, Eisen und Kalzium sind.

Allgemeine Grundsätze

Ihre Ernährung sollte so gesund wie möglich sein. Halten Sie sich an die “5”-Regel für Obst und Gemüse. Versuchen Sie, täglich 5 verschiedene Sorten zu essen. Fruchtsaft zählt als 1 Sorte, egal wie viele Gläser Sie davon trinken.

Essen Sie Nahrungsmittel, die von Natur aus reich an Kalzium sind: Milch, Käse und Joghurt, Sardinen, Sardinen usw. Kommerziell hergestellte glutenfreie Mehle und Mischungen sind oft mit Kalzium angereichert. Es ist eine gute Idee, entrahmte oder teilentrahmte Milch sowie fettarme Joghurts und Käse zu verwenden, um den Fettgehalt niedrig zu halten. Vermeiden Sie Rohmilch und Weichkäse oder schimmelgereifte Käse, da sie Bakterien übertragen können.

Essen Sie Nahrungsmittel, die reich an dem Mineralstoff Eisen sind. Dieser ist in magerem roten Fleisch, Eiern und Fisch zu finden – insbesondere in den Fischen, die reich an natürlichem Öl sind – Hering, Makrele, Sardinen und Lachs. Soja, Tofu, Sonnenblumenkerne, grünes Blattgemüse, Linsen, Bohnen, Wassermelone und schwarze Bandmelasse sind ebenfalls reiche Eisenquellen.

Vermeiden Sie ungekochte oder teilweise gekochte Eier, wie sie in Mousse, Eierpunsch, Narren usw. vorkommen.

Vermeiden Sie Leber und Pasteten

Essen Sie viel Ballaststoffe, da Verstopfung ein häufiges Problem während der Schwangerschaft ist. Zu den glutenfreien Lebensmitteln mit hohem Ballaststoffgehalt gehören brauner Reis, Buchweizen, Kartoffeln – insbesondere die Schale, Erbsen, Mais, Linsen, Hirse, Samen wie Sonnenblumen oder Leinsamen, Gemüse und Obst sowie Trockenfrüchte wie Feigen und Datteln. Auch das Trinken von viel Flüssigkeit hilft. Ein Glas heißes Wasser mit einem Schuss Zitronensaft gleich morgens kann gut wirken.

Für alle angehenden Mütter ist es wichtig, dass sie vor der Schwangerschaft auf sich selbst achten. Die Vorteile des Verzehrs von folsäurehaltigen Lebensmitteln während der drei Monate vor der Schwangerschaft und während der Schwangerschaft, insbesondere in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft, sind gut dokumentiert. Es hilft, Erkrankungen wie Spina Bifida zu verhindern. Folsäure-Ergänzungen sind in der Apotheke oder im Reformhaus leicht erhältlich. Essen Sie viel grünes Blattgemüse, das von Natur aus reich an Folsäure ist.

Das Rauchen aufzugeben ist sehr wichtig, da die Babys rauchender Mütter viel anfälliger für niedriges Geburtsgewicht und andere Gesundheitsprobleme sind.

Es ist ratsam, den Alkohol auszuschalten oder zumindest auf nicht mehr als ein oder zwei Einheiten pro Woche zu reduzieren.

Und schließlich ist es ratsam, nach der Geburt zu warten, bis das Baby zwischen 4 und 6 Monaten alt ist, bevor man Weizen in die Ernährung aufnimmt. Es ist nicht von Vorteil, länger als 6 Monate zu warten.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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