Morbus Hodgkin

Morbus Hodgkin

Ein Beitrag der Valudis Redaktion vom 18. März 2020

Krebs

Das Hodgkin-Lymphom oder auch Morbus Hodgkin genannt, ist eine von zwei Arten von Lymphomen oder ein Krebs des lymphatischen Systems. Thomas Hodgkin war die erste Person, die dokumentierte Studien über die Krankheit veröffentlichte, daher wurde der Krebs nach ihm benannt. Das Hodgkin-Lymphom unterscheidet sich von den anderen Lymphomarten vor allem durch die Anwesenheit von Reed-Sternberg-Zellen in den Krebszellen. Diese Reed-Sternberg-Zellen können durch eine offene Biopsie gesehen werden. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei den Zellen, die man bei Non-Hodgkin-Lymphomen sieht, um mutierte B-Zellen oder T-Zellen.

Es wurde beobachtet, dass sich das Hodgkin-Lymphom oft in den Lymphknoten des Halses zu entwickeln beginnt. Dies unterscheidet sich wiederum deutlich vom Non-Hodgkin-Lymphom, das an verschiedenen Stellen im Körper auftritt. Da es sich jedoch um eine Krebserkrankung handelt, von der sich der Halslymphknoten auf andere Lymphknotengruppen, die Lunge, die Milz und das Knochenmark ausbreitet, ist dies nur natürlich und unvermeidlich, wenn keine Behandlung erfolgt. Es scheint auch, dass das Hodgkin-Lymphom auf die unmittelbar benachbarten Lymphregionen abzielt, bevor es schliesslich das Lymphsystem verlässt und sich in anderen Organen des Körpers ausbreitet.

Studien zufolge entwickelt sich das Hodgkin-Lymphom mit größerer Wahrscheinlichkeit bei jungen Jugendlichen, vor allem im Alter von 15 bis 24 Jahren sowie bei Personen, die älter als 60 Jahre sind. Auch dies unterscheidet sich deutlich von dem Non-Hodgkin-Lymphom, das bei jungen Menschen selten auftritt und stattdessen häufiger bei Menschen über 60 Jahren auftritt.

Bei der Feststellung einer Diagnose kann man eigentlich zumindest anfangs eine Selbstdiagnose stellen. Für eine genauere Diagnose der Krankheit ist natürlich immer noch die Expertise eines Arztes erforderlich. Die Symptome, die berichtet wurden, unterscheiden sich nicht so sehr von den anderen Lymphomarten. Das Vorhandensein eines schmerzlosen Knotens in den Lymphknoten im Nacken, in der Achselhöhle oder in der Leiste, wiederkehrendes Fieber, unerklärlicher Gewichtsverlust, Nachtschweiß und juckende Haut gehören zu den Warnsignalen für die Entwicklung eines Lymphoms.

Zu den üblichen Tests, die Ihre Ärzte von Ihnen verlangen würden, gehören Blutuntersuchungen zur Überprüfung von Anomalien im Blutbild, der Blutchemie und der abnormen Erythrozytensenkungsgeschwindigkeit (ESR), Röntgenaufnahmen zur Untersuchung der Lymphknoten, Computertomographie oder CT-Scan und Magnetresonanztomographie oder MRT-Scans von Brust, Becken und Bauch, um zu sehen, ob der Krebs bereits auf andere Körperteile übergegriffen hat.

Andere Scans, die zur korrekten Diagnose und Bestimmung des Krebsstadiums verwendet werden könnten, sind die Positronen-Emissions-Tomographie oder der PET-Scan, der den Krebs auf zellulärer Ebene scannt, und der Gallium-Scan, der nach der radioaktiven Aufnahme von Gallium sucht, die den Ausbruch der Krankheit bedeuten kann. Es gibt noch weitere Tests und Verfahren, die Ärzte bei Ihnen allen durchführen können, um eine korrekte und genaue Diagnose zu erhalten.

Das Hodgkin-Lymphom hat mehrere Untertypen, nämlich die noduläre Sklerose (NS), die den unteren Hals, die Brust und das Schlüsselbein befällt, die Lymphozyten-Überwiegende (LP), die aus bösartigen L&H-Zellen besteht, die ein “Popcorn” haben, die Mischzellularität (MC), die Lymphknoten hat, die normalerweise Reed-Sternberg-Zellen und Entzündungszellen enthalten, die lymphozytenarme (LD) und die noduläre Lymphozyten-Überwiegende (NLP).

Wie sie sagen, ist das Wissen die halbe Miete. Mehr über die Hodgkin-Krankheit zu wissen, ist eine gute Sache. Sie können voll und ganz zur Entscheidungsfindung beitragen, wenn Sie die Situation, in der Sie sich befinden, genau kennen.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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