Leistenbrüche – Inguinalhernie-Chirurgie

Dirk de Pol, 23. März 2020

Gesundheit

Leistenbrüche sind eine sehr häufige Erkrankung, von der allein in den Vereinigten Staaten Millionen von Menschen betroffen sind. Sie gilt als chirurgische Erkrankung, die weltweit Tausende von jährlichen Operationen auslöst.

Obwohl Leistenbrüche bei beiden Geschlechtern auftreten können, betrifft die Erkrankung vorwiegend Männer. Zudem ist diese Art von Leistenbruch am häufigsten bei älteren Menschen, bei Menschen, die häufig körperliche Anstrengungen unternehmen, und bei Rauchern anzutreffen. Eine Leistenhernie tritt in der Regel vor dem Hintergrund einer schwachen Unterbauchwand auf, so dass das innere Weichteilgewebe diese durchstoßen kann. Die Symptome eines Leistenbruchs sind: Bauchschmerzen und -beschwerden (die sich bei intensiver körperlicher Anstrengung oder plötzlichen Bewegungen verstärken), Blähungen und Übelkeit. Einige Menschen mit einer Leistenhernie sind asymptomatisch, was den Prozess der Diagnose der Erkrankung erheblich erschwert.

Es gibt viele Faktoren, die zur Entwicklung einer Inguinalhernie führen können, wie Geburtsfehler, innere Störungen oder erworbene Schwächen der Bauchdecke. In der jüngeren Vergangenheit wurde den meisten Patienten, bei denen eine Leistenhernie diagnostiziert wurde, vorgeschlagen, ihre Erkrankung so schnell wie möglich operativ korrigieren zu lassen. Heutzutage gibt es jedoch viele Debatten über die Notwendigkeit eines chirurgischen Eingriffs bei Patienten, bei denen eine Leistenhernie diagnostiziert wurde. Obwohl die Operation eines Leistenbruchs ein einfacher Eingriff ist, erleben die meisten Patienten ein postoperatives Wiederauftreten der Erkrankung. Daher bietet die chirurgische Behandlung von Leistenbrüchen in vielen Fällen nur eine vorübergehende Linderung, und die meisten Patienten, die eine chirurgische Hernienreparatur erleiden, werden später aufgrund von Komplikationen ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Ärzte haben begonnen, die Effizienz der meisten chirurgischen Behandlungen von Leistenbrüchen anzuzweifeln, und empfehlen heute nur noch Patienten mit komplizierten Formen der Erkrankung chirurgische Eingriffe. Die Mehrheit der Patienten, bei denen eine unkomplizierte Inguinalhernie diagnostiziert wird, hat heute die Möglichkeit zu entscheiden, ob ihre Hernie operativ repariert werden soll oder nicht, und in vielen Fällen ist es für die Patienten die beste Option, die Operation so lange hinauszuzögern, bis sie absolut notwendig ist. Die Statistik zeigt, dass die Patienten, die ihren Leistenbruch operativ korrigieren lassen, mit der Zeit einen Rückfall der Erkrankung erleben können und dass sie tatsächlich stärker der Entwicklung von Komplikationen ausgesetzt sind als die Patienten, die ihre Operation verzögern.

In vielen Fällen hängen die Faktoren, die bei den Patienten, die operiert werden, zum Wiederauftreten der Leistenhernie führen, mit den natürlichen Veranlagungen zusammen. Es scheint, dass die meisten Patienten, die ein postoperatives Rezidiv ihrer Inguinalhernie erleben, eine schwache Bauchdecke oder andere innere physiologische Anomalien haben. Die Kategorien, die dem höchsten Risiko eines Rückfalls ausgesetzt sind, sind: Menschen mit nativen Defekten der inneren Organe (Magen-Darm-Probleme), Menschen mit physiologischen Anomalien der Bauchdecke und Menschen, deren Beruf mit intensiven körperlichen Aktivitäten verbunden ist. Patienten, die zu diesen Kategorien gehören, wird empfohlen, die Operation des Leistenbruchs so lange wie möglich hinauszuzögern, um ein Wiederauftreten oder sogar eine Verschlimmerung der Erkrankung zu verhindern.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!