Formen der Meditation

Ein Beitrag der Valudis Redaktion vom 24. Januar 2020

Meditation

Wollen Sie meditieren? Nun, wenn ja, dann gibt es eine Menge Meditationsmethoden, aus denen Sie wählen können. Meditation muss nicht immer Sitzen mit gekreuzten Beinen und geschlossenen Augen bedeuten, sie kann so einfach sein wie Gehen und Stehen. Jedes Mal, wenn wir uns auf etwas anderes als unsere Gedanken konzentrieren, meditieren wir bereits. Wir können meditieren, während wir gehen, uns bewegen, hinlegen, stehen, sitzen oder sogar während wir schweigen oder sprechen. Und es gibt nicht immer eine perfekte Position für die Meditation. Was immer für eine Person am bequemsten ist, um zu meditieren, ist in Ordnung.

Es gibt zwei Arten der Meditation, die Bewegungsmeditation und die stille Meditation. Die Bewegungsmeditation umfasst Bewegungen des Körpers wie Qi Gong, Tai Chi, Yoga, Tanzen, Gehen und Joggen. In diesem Fall sind es rhythmische Bewegungen, der Geist ist auf den Atem konzentriert oder zentriert. Die Gedanken werden ohne Beurteilung erkannt, dann geht unser Fokus zurück auf den Atem. Der Fokus kann auch auf die Bewegung selbst gerichtet sein, auf die fließende innere Energie aus dem Körper, auf die äußere Umgebung oder, im Falle des Tanzes, auf die Verbindung zur Musik. In der stillen Meditation hingegen sind unser Körper und unser Geist unbewegt. Die sitzende, stehende oder liegende Meditation konzentriert sich auf alles: den Atem, das Zählen, ein Mantra (Klang), Kerzen, Weihrauch, einen Stein, einen Punkt auf dem Boden oder an der Decke, die Vögel, den Himmel, alles, was das Herz begehrt. Die Gedanken werden ohne Beurteilung erkannt, dann losgelassen, und die Konzentration kehrt zu dem zurück, worauf Sie sich ursprünglich konzentriert hatten. Die Atmung erfolgt auf natürliche, entspannte Weise durch die Nase.

Hier sind einige übliche Meditationsmethoden:

Stehende Meditation

Dies ist eine der Meditationsmethoden, die eine großartige Übung für das Training der richtigen Atmung ist und eine einfache Möglichkeit, sich zu konzentrieren und korrekte Atemtechniken wiederzuerlangen, wie wir sie als Säuglinge auf natürliche Weise hatten.

Stehen Sie bequem mit gerader Wirbelsäule und Füßen etwa auf Schulterhöhe, öffnen Sie die linke Hand und legen Sie den Daumen auf den Nabel, so dass die Handfläche am Unterbauch anliegt, und legen Sie dann die rechte Hand auf die linke auf die gleiche Weise. Atmen Sie langsam und fühlen Sie, wie sich der untere Teil Ihres Bauches ausdehnt und drücken Sie Ihre Hände auf natürliche Weise aus dem Bauch. Halten Sie den Atem vier Sekunden lang an und atmen Sie dann langsam aus, wobei Sie fühlen, wie sich Ihr Unterbauch beim Ausatmen nach innen zusammenzieht. Erkennen Sie die Gedanken ohne Beurteilung und bringen Sie die Konzentration auf Ihren Atem zurück.

Geh-Meditation

Eine der Meditationsmethoden, die eine sehr effektive Art zu praktizieren und zu meditieren ist.

Gehen Sie einfach in einem natürlichen und bequemen Tempo, konzentrieren Sie sich auf die Fußsohlen, die die Erde berühren. Konzentrieren Sie sich auf die Stelle in der Mitte Ihres Fußes, die sich genau im vorderen Teil des Fußgewölbes befindet. Spüren Sie bei jedem Schritt, wie dieser Punkt mit der Erde in Berührung kommt und sich Schritt für Schritt in die Erde hinein erstreckt. Lassen Sie normale, entspannte Atmung durch den Unterbauch zu. Erkennen Sie Gedanken ohne zu urteilen und kehren Sie die Konzentration auf die Fußsohle oder den Atem zurück.

Meditation im Liegen

Dies ist eine der einfachen Meditationsmethoden, die zur Schlafenszeit oder vor dem Schlafengehen durchgeführt werden kann

Der Mittagsschlaf kann einfach im Liegen durchgeführt werden, indem Sie sich hinlegen und Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Atem konzentrieren. Die Atmung sollte im Unterbauch und aus dem Unterbauch heraus erfolgen. Konzentrieren Sie sich auf das Ein- und Ausatmen oder das Zählen der Atemzüge. Konzentrieren Sie sich auf einen Punkt an der Decke oder am Himmel, wenn Sie sich im Freien befinden. Erkennen Sie die Gedanken ohne zu urteilen, um die Konzentration wieder auf die Atmung zu lenken.

Meditation im Sitzen (Zazen)

Bei diesen Meditationsmethoden geht es darum, eine bequeme Sitzposition für Sie zu finden. Sie können entweder bequem in einem Stuhl sitzen, mit den Füßen flach auf dem Boden oder mit gekreuzten Beinen auf dem Boden (linkes Bein über rechtes), wobei Sie ein Kissen unter dem Gesäß benutzen, um sich wohl zu fühlen und Ihre Hüften höher als Ihre Knie zu stützen. In beiden Fällen sollte Ihr Rücken immer gerade sein, aber ohne Anstrengung. Die Handflächen sind offen und können auf die Oberschenkel gelegt werden, wobei die Handflächen nach oben zeigen, oder Sie können die Hände zusammenlegen, wobei die linke Handfläche auf der rechten Handfläche ruht, die Daumen sich kaum berühren und bequem auf dem Unterbauch ruhen.

Wenn Sie eine bequeme Sitzposition gefunden haben, können Sie gesprochene oder stumme Mantra verwenden, beruhigende Musik oder Geräusche hören, sich auf eine Kerze, brennenden Weihrauch oder andere kleine Gegenstände konzentrieren oder einfach nur atmen. Die Atmung sollte natürlich und durch die Nase erfolgen. Der Kopf ist leicht nach unten geneigt, und der Körper ist völlig entspannt. Erkennen Sie die Gedanken ohne zu urteilen und bringen Sie die Konzentration wieder auf das ursprüngliche Objekt des Fokus zurück.

Denken Sie daran, dass diese Meditationsmethoden keine Ziele haben, es gibt keine schlechte oder gute Meditation, es gibt einfach Meditation.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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