Die gängigen Meditationsmythen und Missverständnisse

Ein Beitrag der Valudis Redaktion vom 24. Januar 2020

Meditation

Die meisten Menschen haben Meditation schon immer mit der Sektenpraxis in Verbindung gebracht. Ein Meditationsmythos wie dieser schreckt die Leute ab, auch nur daran zu denken, ihn besser kennen zu lernen.

Meditation ist eine gesunde spirituelle Praxis und eine gute Ergänzung für Ihr Leben. Sie ermöglicht es Ihnen, sich mit Ihrem inneren Selbst zu verbinden und in einen tieferen Zustand der Entspannung einzutreten. Wenn Sie jedoch denjenigen, die keine Ahnung haben, was es wirklich ist, eine Meditationssitzung vorschlagen, würden Sie ihr “Nein danke” schneller erhalten, als sie es sagen würden, wenn man sie bitten würde, von einer Brücke zu springen. Und hier sind einige ihrer Gründe:

Meditationsmythos: Meditation ist eine Religion.

Definitiv nicht. Meditation ist eine spirituelle Disziplin, aber sie gehört weder ganz einer bestimmten Religion an, noch wird sie dazu benutzt, um Sie für eine Religion zu gewinnen. Sie kann mit einem Gebet oder einer Form der Verehrung verglichen werden, aber sie sagt Ihnen nicht, zu wem Sie beten oder wen Sie verehren sollen. Sie ist grundsätzlich in allen Traditionen der verschiedenen Religionen vorhanden.

Mythos der Meditation: Meditation ist eine Flucht aus der realen Welt.

Überhaupt nicht. Meditation trifft auf die Wirklichkeit. Sie macht weder Praktiker zu Fluchtkünstlern, noch malt sie bildliche Szenen, um den Geist über das Wahre und Reale zu täuschen. Meditation lehrt uns lediglich, dem Bestehenden mit einem besseren Bewusstsein und einer besseren Konzentration zu begegnen.

Meditationsmythos: Meditation ist seltsam und bizarr.

Das ist nicht ganz wahr. Zugegeben, es gibt einige Meditationspraktiken, die versprechen, Sie auf eine andere “Ebene” der Existenz zu heben, oder die behaupten, dass Sie über einige übernatürliche Fähigkeiten verfügen. Einige dieser Meditationspraktiken bestehen sogar darauf, dass ihre Anhänger diese Fähigkeiten nachträglich erworben haben. Aber Meditation in ihrer einfachsten Form ist im Grunde eine sehr unkomplizierte Denkübung. Sie setzt nicht voraus, dass man sich in einem tranceähnlichen Zustand befindet, um das Ziel eines tiefen Ruhezustands zu erreichen.

Mythos der Meditation: Meditation ist egozentrisch.

Falsch. Selbst wenn Meditation erfordert, dass man Zeit allein verbringt, bedeutet das nicht, dass wir unsere Türen vor anderen Menschen verschließen. Meditation wird uns lehren, über die Dunkelheit in unserem Leben hinauszuschauen. Wenn wir dies erreicht haben, können wir anderen besser helfen.

Meditation soll Menschen helfen, negative Gedanken und Gefühle wie Stress und Depressionen zu überwinden. Man muss sich jedoch völlig sicher sein, dass man unerschütterliche Inbrunst und aufrichtige Absichten für die Praxis empfindet, um ihre Vorteile zu erlangen.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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