Die Bedeutung der fettlöslichen Vitamine A, E, D und K

Valudis Redaktion, 15. Januar 2020

Ernährung, Gesundheit

Ein Vitamin ist eine organische (kohlenstoffhaltige) chemische Verbindung, die ihr Körper in sehr geringen Mengen für normales Wachstum, den Stoffwechsel (Erzeugung von Energie in ihren Zellen) und die Gesundheit haben muss. Vitamine werden benötigt, um Enzyme und Hormone herzustellen, die wichtige Substanzen sind, die der menschliche Körper für alle chemischen Reaktionen verwendet, die er zum Leben braucht. ihr Körper hat keine Möglichkeit, Vitaminmoleküle selbst herzustellen, deshalb müssen die Vitaminmoleküle über die Nahrung, die sie essen, zugeführt werden. Die meisten von uns bekommen genug Vitamine aus der Nahrung, aber es kann für einige Menschen notwendig sein, eine Vitamin-Ergänzung zu nehmen, weil ein andauernder Mangel an Vitaminen zu einer gescheiterten Gesundheit, Schwäche und Krankheitsanfälligkeit führt.

Der Körper braucht mindestens 13 verschiedene Vitamine, um richtig zu funktionieren: Vitamin A – Retinol; Vitamin B-Komplex (B1 – Thiamin; B2 – Riboflavin; B3 – Niacin; B6 – Pyridoxin; B12 – Cyanocobalamin; B9 – Folsäure; B5 – Pantothensäure; H – Biotin); Vitamin C – Ascorbinsäure; Vitamin D – Calciferol (kann durch Sonnenlicht gewonnen werden); Vitamin E – Tocopherol; Vitamin K – Menaquinon.

Es gibt zwei Arten von Vitaminen: fettlösliche und wasserlösliche.

Fettlösliche Vitamine

Die Vitamine A, E, D und K sind fettlöslich, sie lösen sich in Fett, aber nicht in Wasser. Sobald diese Vitamine vom Körper aufgenommen werden, werden sie hauptsächlich im Fettgewebe und in der Leber gespeichert. Fettlösliche Vitamine können bis zu sechs Monate im Körper gespeichert werden. Die Leber ist das primäre Speichergewebe für die Vitamine A und D. Vitamin E wird hauptsächlich im Körperfett und in geringerem Maße in den Fortpflanzungsorganen gespeichert. Relativ wenig Vitamin K wird gespeichert. Wenn sie diese Vitamine benötigen, nimmt ihr Körper sie aus dem Speicher heraus, um sie zu verwenden.

Da sie diese Vitamine speichern können, müssen sie sich nicht täglich mit ihnen versorgen. Allerdings kann der Verzehr von nicht verdauten Fetten oder Ölen zu einem Mangel an fettlöslichen Vitaminen führen. Andererseits kann eine zu hohe Zufuhr dieser Vitamine, insbesondere der Vitamine A und D, zu toxischen Werten im Körper führen und Probleme verursachen.

Vitamin A (Retinol)

Vitamin A, auch Retinol genannt, ist ein fettlösliches Vitamin, das viele Funktionen im Körper hat. Es hilft den Augen, sich an Lichtveränderungen anzupassen, spielt eine wichtige Rolle beim Knochenwachstum, der Zahnentwicklung, der Fortpflanzung, der Zellteilung und der Genexpression. Vitamin A hilft bei der Regulierung des Immunsystems, das bei der Vorbeugung oder Bekämpfung von Infektionen hilft, indem es weiße Blutkörperchen bildet, die schädliche Bakterien und Viren zerstören. Auch die Haut, die Augen und die Schleimhäute von Mund, Nase, Rachen und Lunge sind auf Vitamin A angewiesen, um feucht zu bleiben.

Anzeichen eines Vitamin-A-Mangels sind Nachtblindheit, trockene, schuppige Haut, geringe Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen, schlechte Zahnbildung, langsameres Knochenwachstum, Bildung von Gallen- und Nierensteinen, Nebenhöhlenbeschwerden, schlechte Verdauung, Ohrenabszesse.

Übermäßiger Alkoholkonsum erschöpft die Vitamin-A-Speicher. Nahrungsquellen für Vitamin A: Leber, Butter, Vollmilch, Käse, Eigelb. Nahrungsquellen für Provitamin A: Karotten, grünes Blattgemüse, Süßkartoffeln, Kürbisse, Winterkürbis, Aprikosen, Kantaloupe.

Vitamin D (Calciferol)

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das in der Nahrung enthalten ist und auch nach der Einwirkung von ultravioletten (UV) Strahlen der Sonne im Körper gebildet werden kann. Sonnenschein ist eine bedeutende Quelle für Vitamin D, da die UV-Strahlen des Sonnenlichts die Vitamin D-Synthese in der Haut auslösen.

Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle bei der Verwendung von Kalzium und Phosphor durch den Körper. Es erhöht die Menge des aus dem Dünndarm aufgenommenen Kalziums und hilft bei der Bildung und Erhaltung der Knochen. Vitamin D arbeitet auch mit anderen Vitaminen, Mineralien und Hormonen zusammen, um die Knochenmineralisierung zu fördern. Ohne Vitamin D können die Knochen dünn, brüchig oder unförmig werden. Besonders Kinder benötigen ausreichende Mengen an Vitamin D, um starke Knochen und gesunde Zähne zu entwickeln.

Ein Mangel an Vitamin D kann zu Rachitis und brüchigen Knochen, gebeugten Beinen, Vergrößerung der Ellenbogen und Handgelenke sowie Muskelzuckungen und Muskelkrämpfen führen.

Ein Übermaß an Vitamin D kann zu allgemeinen Depressionen, abnormalen Kalziumablagerungen in den Gefäßwänden, der Leber, den Lungen, den Nieren und dem Magen führen. Es kann auch zu Durchfall führen und andere schwere toxische Wirkungen haben.

Nahrungsquellen für Vitamin D: Lebertran, Lachs, Makrele, angereicherte Milch und Getreide-Thunfisch, Sardinen, Eier, Leber (Rindfleisch).

Vitamin E (Tocopherol)

Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin. Vitamin E trägt zur allgemeinen Gesundheit der Geschlechtsorgane bei, ist gut für die Haut und fördert ihre Heilung. Ist gut für das Herz und die Lunge. Vitamin E wirkt als Antioxidans und schützt die Vitamine A und C, die roten Blutkörperchen und die essentiellen Fettsäuren vor der Zerstörung.

Ein Mangel an Vitamin E kann bei beiden Geschlechtern zu Sterilität, Haarausfall und Fehlgeburten führen.

Nahrungsquellen für Vitamin E: Weizenkeimöl, Sonnenblumenkerne, Sonnenblumenöl, Distelöl, Haselnüsse, Erdnüsse, Maisöl, Spinat, Brokkoli, Kiwi, Mango.

Vitamin K (Menaquinon)

Vitamin K spielt eine wesentliche Rolle bei der normalen Blutgerinnung und trägt zur Förderung der Knochengesundheit bei.

Nahrungsquellen für Vitamin K: dunkelgrünes Blattgemüse, Leber, Olivenöl, Baumwollsaatöl. Vitamin K wird auch von Bakterien im Darm gebildet.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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