Allergien bei Hunden

Valudis Redaktion, 3. März 2020

Leben

Auch Hunde können an Allergien leiden. Das häufigste Symptom einer Hundeallergie ist Juckreiz, aber auch die Atemwege können betroffen sein, was zu Husten, Niesen und/oder Keuchen führen kann. Es gibt auch Fälle, in denen die Augen und die Nase von Hundeallergien betroffen sind, die einen Ausfluss entwickeln, oder das Verdauungssystem gestört wird und Erbrechen oder Durchfall verursacht.

Etwa 20% der Hunde leiden an irgendeiner Art von Allergie, einschließlich atopischer Dermatitis, Flohallergie, Nahrungsmittelallergie, Inhalationsallergie, Kontaktallergie oder Bakterienallergie. Diese Hundeallergien unterscheiden sich in ihren Symptomen und der verwendeten Behandlung. Im Folgenden wird jede dieser Hundeallergien kurz besprochen.

Atopische Dermatitis

Eine der vielen Hundeallergien ist als atopische Dermatitis des Hundes bekannt. Die Erkrankung wird durch eine Überempfindlichkeit des Immunsystems des Hundes gegen übliche Substanzen in der Umwelt, wie z.B. Hausstaubmilben oder Schimmelpilze, verursacht.

Atopische Dermatitis tritt in der Regel in den ersten zwei Lebensjahren eines Hundes auf. Eines der ersten Anzeichen für diese Art von Hundeallergien ist eine übermäßige Pflege mit Lecken oder Kauen an den Pfoten, am Bauch und an der Hinterhand. Sie können auch die folgenden Bereiche auf Anzeichen hin überprüfen:

– Ohren, um zu sehen, ob sie gerötet sind und sich heiß anfühlen.

– Achselhöhlen, zwischen den Zehen der Pfoten und Leistengegend

– Speichel, um zu sehen, ob es Flecken gibt

– Abdomen, um zu sehen, ob sich die Farbe von einer rosafarbenen zu einer wütenden roten oder schwarzen Sprenkelung ändert (nur chronische Fälle)

Floh-Allergie

Von allen Hundeallergien ist die Flohallergie-Dermatitis die häufigste. Die Allergie wird eigentlich nicht durch den Floh selbst, sondern durch seinen Speichel verursacht, der die allergische Reaktion auslöst. Die Symptome können durch eine strenge Flohbekämpfung verringert werden, aber Sie sollten darauf achten, dass die verwendeten Flohpräparate für den Hund nicht schädlich sind.

Inhalationsallergie

Hunde können, wie Menschen, auch gegen Pollen (Baum, Gras und Unkraut), Staubmilben, Schimmelpilze und Chemikalien allergisch sein. Inhalative Hundeallergien werden normalerweise durch einige oder alle dieser Umweltfaktoren verursacht.

Reinrassige Hunde oder Köter können Inhalationsallergien bekommen, aber es gibt bestimmte Rassen, die besonders anfällig für eine Reaktion sind:

– Terrier (insbesondere der West Highland White Terrier, Skye Terrier, Scottish Terrier und Boston Terrier)

– Golden Retriever

– Pudel

– Dalmatiner

– Deutsche Schäferhunde

– Möpse

– Irische Einrichter

– Zwergschnauzer

Diese Art von Hundeallergien weisen Symptome wie Kratzen, Beißen, Kauen an den Füßen und ständiges Lecken auf.

Nahrungsmittel-Allergie

Hunde können gegen Lebensmittel, die sie seit Jahren essen, allergisch werden. Deshalb übersehen viele Menschen die Möglichkeit einer Lebensmittelallergie. Im Gegensatz zu anderen verbreiteten Hundeallergien macht die Nahrungsmittelallergie nur 10 Prozent der Allergieprobleme bei Hunden aus. Zu den Nahrungsmitteln, die Hunde oft nicht vertragen, gehören:

– Sojaprodukte

– Weizen

– Mais

– Rindfleisch

– Schweinefleisch

– Huhn

– Milch

– Molke

– Eier

– Fisch

– Chemische Konservierungsmittel

– Künstliche Zucker

Es gibt natürlich noch einige andere Hundeallergien, die man kaum alle nennen kann. Für weitere Informationen über die Symptome und darüber, was Sie tun können, um Ihrem Hund zu helfen, wenden Sie sich an Ihren örtlichen Tierarzt.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Kostenfreie Beratung zur Gesundheit

Eine neutrale Beratung leistet die staatlich geförderte Unabhängige Patientenberatung Deutschland mit ärztlichen, zahnärztlichen, psychologischen und gesundheitsrechtlichen BeraterInnen telefonisch kostenfrei.

Kostenlose Beratung

Ihre Spende hilft!

Ihre Spende hilft uns, den redaktionellen Betrieb aufrecht zu erhalten und verschiedene Veranstaltungen durchzuführen.

Jetzt spenden