Tinnitus – Ursachen und Behandlung

Valudis Redaktion, 19. März 2020

Gesundheit

Tinnitus ist ein Symptom und kein Zustand an sich. Tinnitus beschreibt das Symptom, dass man Dinge hören kann, die niemand sonst hören kann, obwohl dies in einer seltenen Anzahl von Fällen nicht zutrifft. Tinnitus ist eine sehr häufige Erkrankung, wobei etwa 10% der Bevölkerung in dem einen oder anderen Grad an Tinnitus leiden. Am häufigsten tritt er bei älteren Menschen auf, obwohl er sich in der jüngeren Bevölkerung immer mehr ausbreitet. Tinnitus kann auch in einem oder beiden Ohren auftreten, oder manchmal fühlt es sich an, als käme er aus der Mitte des Kopfes.
Die Symptome von Tinnitus
Tinnitus ist am häufigsten bei älteren Menschen anzutreffen, obwohl er möglicherweise aufgrund der unterschiedlichen Lebensstile jetzt auch bei jüngeren Menschen immer häufiger auftritt. Vielleicht ist dies darauf zurückzuführen, dass die Menschen heute in lauterer Umgebung leben.
Die Geräusche, die man hört, sind von Patient zu Patient unterschiedlich. Einige Patienten hören einen musikalischen Ton, obwohl die meisten Patienten etwas hören, das eher wie ein Zischen oder Pfeifen oder ein Summen oder ein Klingeln klingt. Für viele Patienten ist es eher unangenehm und beeinträchtigt ihr tägliches Leben nicht, obwohl es für eine Reihe von Patienten so schlimm ist, dass sie eine Behandlung benötigen, um die Symptome zu lindern.
Die Ursachen von Tinnitus
Tinnitus wird durch eine Schädigung der Nerven im Innenohr (Cochlea) verursacht. Diese Nerven leiten elektrische Impulse an das Gehirn weiter, die das Gehirn dann als Geräusche interpretiert. Wenn diese Nerven beschädigt sind, wird das Signal verzerrt. Wenn dieses verzerrte Signal zum Gehirn gelangt, interpretiert das Gehirn es als ein Geräusch, das als Tinnitus bezeichnet wird.
Bei älteren Menschen wird es als Teil des Älterwerdens angesehen und als Presbyakusis bezeichnet. Bei jüngeren Menschen glauben Mediziner jedoch, dass es auf laute Geräusche zurückzuführen ist.
Es gibt auch andere Ursachen für Tinnitus, darunter Anämie – bei der das dünne Blut so schnell durch den Körper rauscht, dass es ein Geräusch verursachen kann. Übermäßiges Ohrenschmalz im Ohr kann ebenfalls Tinnitus verursachen. Die Menière-Krankheit, ein Zustand, der das Gleichgewicht beeinträchtigt, kann ebenfalls eine Nebenwirkung von Tinnitus haben. Einige Medikamente, sowohl legale als auch illegale, können Tinnitus verursachen, da der Körper auf sie reagiert.
Die Behandlung von Tinnitus
Für die meisten Patienten gibt es keine Heilung für Tinnitus. Die meisten Behandlungen lindern lediglich die Symptome, indem sie die Ursache des Tinnitus verschleiern.
Tinnitus steht manchmal in engem Zusammenhang mit dem Stressniveau des Patienten. Durch die Bewältigung dieses Stressniveaus mit Hilfe von Beruhigungs-, Beruhigungs- oder Antidepressiva können die Symptome des Tinnitus gelindert werden.
Es hat sich gezeigt, dass einige Medikamente, die die Leitung elektrischer Impulse in den betroffenen Nerven beeinflussen, die Stresssymptome lindern können.
Es gibt eine Reihe von Maßnahmen zur Selbsthilfe, die Patienten entweder allein oder in Verbindung mit jeder vom Arzt verschriebenen Hilfe einsetzen können. Dazu gehört das Hören von beruhigender Musik auf einer persönlichen Stereoanlage, bevor der Patient schlafen geht. Es gibt Generatoren für weißes Rauschen, die die Geräusche in Ihrem Kopf überdecken können. Das bedeutet, dass Sie das durch Tinnitus erzeugte Rauschen nicht hören können.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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