Multifokale Choroiditis

Dirk de Pol, 16. November 2021

Gesundheit

Multifokale Choroiditis (MFC) ist eine entzündliche Erkrankung, die durch eine Schwellung des Auges (Uveitis) und multiple Läsionen in der Aderhaut (Choroidea) gekennzeichnet ist, einer Schicht von Blutgefäßen zwischen dem Weißen des Auges und der Netzhaut.

Zu den Symptomen gehören verschwommenes Sehen, Floater, Lichtempfindlichkeit, blinde Flecken und leichte Augenbeschwerden.  Obwohl die Ursache unbekannt ist, tritt die multifokale Choroiditis am häufigsten bei Frauen im Alter von 20 bis 60 Jahren auf und betrifft gewöhnlich beide Augen.  Die MFC wird in der Regel mit Steroidmedikamenten behandelt, die oral eingenommen oder in das Auge injiziert werden können. Die multifokale Aderhautentzündung ist eine chronische Erkrankung, so dass die Symptome auch nach erfolgreicher Behandlung zurückkehren oder sich verschlimmern können.  

Symptome

Die multifokale Choroiditis (MFC) verursacht im Allgemeinen verschwommenes Sehen mit oder ohne Lichtempfindlichkeit. Weitere häufige Symptome sind blinde Flecken, Floater, Augenbeschwerden und wahrgenommene Lichtblitze.  Die klinische Untersuchung durch einen Augenarzt zeigt eine Entzündung in den vorderen, mittleren und/oder hinteren Schichten des Auges mit zahlreichen verstreuten gelb/grau-weißen Flecken in der Aderhaut und der Netzhaut. Bei einem Teil der Betroffenen entwickeln sich auch choroidale neovaskuläre Membranen (CNVM), neue Blutgefäße, die einen schwereren Sehverlust verursachen können.

Ursache

Multifokale Choroiditis tritt spontan auf, und die Ursache ist derzeit nicht bekannt (idiopathisch). Es ist möglich, dass eine bakterielle oder virale Infektion eine Immunreaktion auslöst, die die bei der MFC beobachtete Entzündung hervorruft, obwohl in diesem Bereich noch weitere Forschung erforderlich ist.   

Diagnose

Die multifokale Choroiditis (MFC) wird von einem Augenarzt mit Hilfe einer Reihe von bildgebenden Verfahren diagnostiziert. Bei einem Test namens Flourescein-Angiografie werden ein spezieller Farbstoff und eine Kamera verwendet, um den Blutfluss in den hinteren Schichten des Auges zu untersuchen. Wenn eine Person an MFC leidet, erscheinen die Läsionen im Auge als fluoreszierende Flecken. Sehtests können auch einen vergrößerten blinden Fleck oder eine Abnahme der Sehschärfe zeigen. Häufig ordnen Ärzte Bluttests an, um festzustellen, ob die Symptome durch eine Viruserkrankung und nicht durch MFC verursacht werden.  

Behandlung

Die multifokale Choroiditis (MFC) wird in der Regel mit Steroidmedikamenten behandelt, die oral eingenommen oder in das betroffene Auge injiziert werden können. Diese Behandlungen können die Symptome erfolgreich lindern, obwohl es keine dauerhafte Heilung der Krankheit gibt und die Symptome zurückkehren können. Wenn eine Person nicht mehr auf die Steroidbehandlung anspricht, können Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems, wie Cyclosporin, empfohlen werden.  Menschen mit stärkerem Sehverlust können auch von einer Lasertherapie profitieren.  Um festzustellen, wie gut die Behandlung anschlägt, wird eine regelmäßige Überwachung durch einen Augenarzt empfohlen.

Prognose

Die langfristigen Aussichten (Prognose) für multifokale Choroiditis (MFC) sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Häufig treten die Symptome nach der Behandlung in einem oder beiden Augen wieder auf, aber die Häufigkeit und der Schweregrad sind unterschiedlich.  Manche Menschen behalten während des gesamten Krankheitsverlaufs ein normales Sehvermögen, während bei anderen Komplikationen auftreten können, die zu einem stärkeren Sehverlust führen.  Es wird empfohlen, dass Menschen mit MFC ihre Augen regelmäßig von einem Augenarzt untersuchen lassen, um die Symptome und das Fortschreiten der Krankheit zu überwachen.

Der Beitrag basiert auf Informationen von MedlinePlus.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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