Ferris macht blau 

Dirk de Pol, 19. September 2019

Mentale Gesundheit

Die Kunst der Achtsamkeit – Wer jemals den Film ‚Ferris macht blau‘ gesehen hat wird, sich vielleicht noch an eines der berühmten Zitate erinnern:

Das Leben bewegt sich sehr, sehr schnell. Wenn du nicht gelegentlich anhältst und dich umschaust, könntest du es verpassen.

Wie wahr das ist! Denn es stimmt: Das Leben bewegt sich ziemlich schnell. Der Film zeigt uns, dass wir das Leben oft zu ernst nehmen und dabei viele wunderbare Möglichkeiten verpassen, es zu genießen oder Spaß zu haben!

Natürlich gilt es dabei ein Gleichgewicht zu finden. Unser Alltag ist geprägt von Verantwortlichkeiten, um die wir uns kümmern müssen. Gefahr besteht, dass diese uns zu verschlingen drohen. Doch ein verantwortungsbewusstes Leben schließt eine genussvolle Lebensweise nicht aus.

Achtsam zu leben

Wichtiger als das Leben zu genießen und Spaß zu haben, ist jedoch achtsam zu leben. Mit fortschreitendem Alter stellen wir fest, dass die Zeit schneller an uns vorbeiziehen zu scheint.

Alltägliche Ereignisse und Momente verschmelzen in unserem Gedächtnis zu einer homogenen, unspektakulären Masse. Wir haben Schwierigkeiten, uns an Situationen zu erinnern, die erst vor wenigen Wochen oder Tagen stattgefunden haben. Doch warum ist das so?

Es liegt daran, dass wir nur auf bestimmte Momente in unserem Leben achten. Das sind Momente, die wir für wichtiger halten als andere. Genau diese Art unser Leben zu kategorisieren, ist das Problem. Den größten Teil unserer Erlebnisse lassen wir außer Acht und was wir dabei verpassen, ist verheerend.

Gibt es eine Möglichkeit für uns die Dinge zu verlangsamen?

Die gute Nachricht ist – ja, es gibt sie! Wir sollten nicht nach den Momenten streben, in denen wir uns fragen, wo die Zeit geblieben ist, sondern verstehen, dass alle Momente eins sind und der einzige wirkliche Moment die Gegenwart ist.

Diese Erkenntnis im Leben anzuwenden, kann schwierig sein, da wir in einer Dimension der Zeit leben, die uns den Kontext von Vergangenheit und Zukunft gibt. Doch es gibt Tricks, die uns helfen können, die Zeit zu verlangsamen und besondere Anlässe zu schätzen.

Lasst uns Momente dokumentieren, die wir nicht vergessen wollen.

Das Führen eines Reisetagebuchs lässt uns Erlebnisse erneut durchleben, indem wir sie in unseren eigenen Worten niederschreiben. Auch das Schießen von Fotos hilft Momente festzuhalten, sodass wir uns noch Jahrzehnte später an ihnen erfreuen. Dabei kann es sich um spezielle, aber auch alltägliche Ereignisse handeln.

Lasst uns jeden Tag nur für ein paar Minuten ganz bei uns sein und meditieren.

Hierbei ist es eigentlich nur wichtig, dass wir bewusst innehalten. Ob dies für eine Stunde, 20 Minuten oder lediglich 2 Minuten passiert, spielt zu Anfang keine Rolle. Wichtig ist, es zu einer täglichen Gewohnheit zu machen.

Lasst uns das Leben feiern, und zwar so richtig!

Hierfür gilt es nicht nur die großen Dinge, sondern besonders die kleinen Momente wahrhaftig zu genießen, denn letztendlich machen sie den größten Teil unseres Lebens aus.

Also lasst uns nicht vergessen: Das Leben bewegt sich ziemlich schnell und wenn wir nicht ab und zu anhalten und uns umschauen, könnten wir es verpassen!

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

DAS SPIEL, BEI DEM ALLES AUF DEN TISCH KOMMT …

… und nichts unterm Teppich bleibt.

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