Der Durchbruch von der Kindheit zur Legasthenie im Erwachsenenalter

Der Durchbruch von der Kindheit zur Legasthenie im Erwachsenenalter

Ein Beitrag der Valudis Redaktion vom 17. März 2020

Legasthenie

Legasthenie ist eine Lernbehinderung, die Kinder während ihrer Schulzeit stark beeinträchtigen kann. Diese Erkrankung hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf die Kindheit, sondern auch auf das Erwachsenenalter, insbesondere am Arbeitsplatz. Die Sache ist die, dass anders als in der Kindheit, wo Legasthenie eine große negative Auswirkung hat, im Erwachsenenalter die Auswirkungen von positiv bis negativ variieren können.

Ein Rückblick auf die Kindheitserziehung

 

Die heute angewandten Bildungsmethoden sind etwas eingeschränkt, wenn es darum geht, Schüler mit Lese-, Mathematik- und Schreibproblemen zu unterrichten, also die grundlegenden Lese- und Schreibfähigkeiten, die ein Kind kennen muss. Obwohl die meisten dieses Problem nicht beobachten würden, sind viele Menschen mit Legasthenie von dieser Einschränkung stark betroffen.

 

Von Anfang an wird beobachtet, dass das Schulsystem gegen Legastheniker gestapelt ist. Das liegt daran, dass ein Legastheniker ein “realer” Denker ist, was bedeutet, dass die Verwendung von Konzepten und Bildern die Hauptmethode zum Lernen ist, anstatt mentale Sätze zu verwenden.

Daher ist für sie eine spezielle Ausbildung erforderlich, damit sie die Grundlagen der Schriftsprache leicht beherrschen.

Eine Behinderung mit einer Wendung

Auch wenn Legastheniker viele Probleme mit dem Lernen haben, ist dies kein Indikator dafür, daß sie dumm sind, im Gegensatz zu dem, was die meisten Menschen denken. Einstein, Leonardo da Vinci, Churchill, Edison, Whoopi Goldberg, Greg Louganis und Walt Disney wurden in den ersten Schuljahren von ihren Klassenkameraden, Lehrern, Familie und Freunden als “Dummköpfe” angesehen.

Eine Möglichkeit, die Situation zu betrachten, in der sie sich befanden, ist jedoch, dass sie nicht wirklich an einer Lernbehinderung, sondern an einer Lehrbehinderung litten.

Viele Lehrer kennen einfach nicht die richtigen und angemessenen Methoden, um Informationen so zu vermitteln und zu präsentieren, wie ein legasthenisches Kind sie verstehen kann. Folglich werden diese Kinder manchmal in “Special Ed”-Klassen eingelagert.

Aber manchmal kann der Eintritt in eine Sonderschulklasse zum Verlust des Selbstwertgefühls führen. Dies wird dann zum Auslöser des Syndroms, das die Legasthenie noch verschlimmert.

Leider wird diese Art von Einstellung manchmal bis ins Erwachsenenalter übertragen.

Zusätzliche Verwirrung, Stress, gepaart mit starker Konzentration, können die Aufmerksamkeit und die Wahrnehmungsprobleme, die das Kind bereits hat, nur noch verstärken. Je mehr Schwierigkeiten ein Legastheniker hat, desto schwieriger wird das Lesen.

Raus aus dem Käfig: Willkommen im Erwachsenenalter

Wenn Sie als Legastheniker die Schule beenden und ins Erwachsenenalter eintreten, mag Ihnen das Leben leichter erscheinen. Tatsächlich erweisen sich viele “lernbehinderte” Menschen als sehr erfolgreich, wenn sie erst einmal von den Grenzen der Schule befreit sind.

Bei dieser Bedingung könnte man meinen, dass man einfach ein Händchen für eine Tätigkeit hat. Was Sie nicht erkennen, ist, dass diese Gabe in Wirklichkeit von derselben Wurzel herrührt wie Legasthenie – Ihrer Fähigkeit, reale Welt und imaginäre Bilder auf intuitive oder kreative Weise geistig zu verbinden.

Diese Begabung kann beim Lesen und Schreiben für enorme Unruhe sorgen. Aber wenn es in Bereichen wie Kunst, Sport, Technik, Erfindung, Verkauf und Strategie eingesetzt wird, kann es tatsächlich Wunder bewirken!

Dieser Durchbruch von der Kindheit zum Erwachsenenalter ist wirklich ein bemerkenswertes Ereignis im Leben eines Menschen mit Legasthenie. Häufiger können sie ihr verlorenes Selbstwertgefühl zurückgewinnen, da sie etwas gefunden haben, in dem sie erfolgreich sind.

Leider weisen nicht alle Fälle von Legasthenie ein solches Muster auf. Es gibt Zeiten, in denen sich der Zustand im Erwachsenenalter verschlechtert, je mehr er sich verschlechtert. Dies hängt jedoch hauptsächlich von der persönlichen Einstellung der Person ab. Deshalb sollte eine positive Einstellung gefördert werden.

Dieser Artikel handelt von einem Krankheitsbild oder gesundheitlichen oder medizinischen Thema und dient dabei jedoch nicht der Eigendiagnose. Der Beitrag ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie auch unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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